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Erste Hilfe

7. Bedrohliche Blutungen

- Starke Blutungen
- Bedrohliche Blutungen
- Druckverband
- Amputationsverletzungen
- Blutungen aus der Nase
- Schock

Starke Blutungen
Ab einem Liter Blutverlust besteht bei einem Erwachsenen Lebensgefahr. Bei Kindern und Säuglingen besteht diese Gefahr, wegen der geringeren Blutmenge, schon erheblich früher. Deshalb ist die Blutstillung grundsätzlich schnell durchzuführen.


Bedrohliche Blutungen

  • Betroffenen hinlegen
  • Verletztes Gliedmaß (z.B. Arm) hochhalten
  • Mit vier Fingern die Arterie in der Muskellücke auf der Oberarminnenfläche gegen den Oberarmknochen drücken. Bei starken Blutungen am Bein möglichst keimfreies Material auf die Blutung aufpressen.
  • Wunde durch zweiten Helfer verbinden lassen (Druckverband)
  • Notruf

Druckverband
Für ein Druckverband wird ein Verbandpäckchen und ein Druckpolster benötigt (z.B. Mullbinde oder ein Päckchen Taschentücher). Die Blutstillung wird durch den Druck des Druckpolsters auf die verletzten Gefäße erreicht. Dabei sollte beachtet werden, dass der Druck nicht zu groß wird, da es sonst zur Blutstauung kommen kann.

  • Öffnen des Verbandpäckchens
  • Wundauflage auf die Wunde legen
  • 2-3 Bindengänge über die Wundauflage
  • Druckpolster auf den Wundbereich legen
  • Weitere Bindengänge kreisfrömig so das Druckpolster wickeln (kein Zug/Druck). Da sich die Bindengängen decken entsteht der erforderliche Druck auf das Druckpolster.
  • Verletzte Körperteile erhöht lagern.
  • Sollte der Druckverband durchbluten, so wird ein  zweites Druckpolster und weitere Bindengänge auf den ersten Druckverband angebracht.

Amputationsverletzungen
Amputationsverletzungen sind Abtrennung von Körperteilen (z.B. Finger). Bei einer rechtzeitigen Operation können die Amputatate wieder replantiert werden. Allerdings müssen dafür die Amputationsverletzung und das Amputat richtig versorgt werden und die Zeitspanne sollte relativ gering gehalten werden.

Die Amputationsverletzung wird mit keimfreimem Material abgedeckt. Bei stark blutenden Wunden sollte nach Möglichkeit ein Druckverband angelegt werden oder es sollte mit keimfreiem Material auf die Wunde gedrückt werden. Notruf!

Das Amputat darf nicht gereinigt werden und sollte nur in keimfreies Material eingewickelt werden. Anschließend sollte das Amputat gekühlt werden in dem Sie es in einen wasserdichten Beutel legen und diesen Beutel dann in einen anderen Beutel, der mit Wasser und Eiswürfeln gefüllt ist, hineinhängen. Achtung: Das Amputat darf nicht nass werden.


Blutungen aus der Nase
Maßnahmen:

  • Kopf nach vorne über beugen (Stirn in Hände stützen lassen)
  • In den Nacken des Betroffenen einen kalten Umschlag legen
  • Notruf bei langanhaltender oder starker Blutung

Schock
Der Schock ist ein lebensbedrohliches Missverhältnis zwischen der tatsächlich vorhandenen Blutmenge und der benötigten Blutmenge des Blutkreislaufes. Dies kann viele verschiedene Ursachen haben und wird anhand der Ursache in fünf Schockarten unterteilt:

  • kardiogener Schock: z.B. Herzinfarkt, Herzschwäche
  • Volumenmangelschock: z.B. starker Blutverlust aufgrund einer Amputation
  • Neurogender Schock: Versacken des Blutes durch Angst, Aufregung
  • Anaphylaktischer Schock: allergischer Schock
  • septisch-toxischer Schock: Aufgrund einer Vergiftung

Symptome:

  • kalter Schweiß
  • zittern
  • Angst
  • Unruhe
  • blässe oder bläuliche Hautfarbe
  • Bewusstseinsstörungen bis zur Bewusstlosigkeit
  • schneller Puls

Maßnahmen:

  • Schocklage (Patient hinlegen, Beine leicht erhöht lagern)
  • Ursache wenn möglich beseitigen (z.B. Blutstillung)
  • Betreuung
  • Notruf
  • Wärmeerhalt
  • ACHTUNG: Bei Erkrankungen des Herzens (z.B. Herzinfarkt), Atemnot und Verletzungen des Brustkorbes bzw. des Kopfes ist keine Schocklage durchzuführen!!!

 

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