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Erste Hilfe

6. Wunden

- Grundsätzliches
- Verbände
- Augenverletzungen
- Fremdkörper

Grundsätzliches
Wunden können durch thermische, mechanische und chemische Einflüsse entstehen. Durch die Verletzung der Haut kann diese ihre Schutzfunktion, das Abwehren von Keimen, nicht mehr erfüllen, so dass es zu Infektionen (Tetanus) kommen kann.

Grundsätzlich sollten sich die Verletzten hinsetzen oder hinlegen und der Ersthelfer sollte sich so vor bzw. neben den Verletzten knien, dass er den Verletzten ständig gut beobachten kann. Für den Ersthelfer geht der Eigenschutz auf jeden Fall vor, dass heißt das er sich mit Einmalhandschuhen vor Infektionen schützen muss. Wunden sollten nach Möglichkeit keimfrei bedeckt werden, so dass keine Keime in die Wunde eindringen können.

Verbote bei Wunden:

  • Die Wunde sollte nicht berührt werden
  • und darf nicht ausgewaschen werden (Ausnahme: Verbrennungen, Verätzungen und Bisswunden).
  • Auch der Einsatz von Pudern, Salben, Spays und anderen Hausmitteln ist zu unterlassen
  • Fremdkörper in der Wunde dürfen vom Ersthelfer nicht entfernt werden.

Jede Wunde muss schnellstmöglich von einem Arzt beurteilt und versorgt werden.


Verbände
Um das Eindringen von Keimen in die Wunde zu verhindern, sollte die Wunde mit einem Verband versorgt werden. Jeder Verband besteht aus einer keimfreien Auflage und die Befestigung. Bei der Wahl des Verbandes wird die Stärke der Blutung und die Körperstelle berücksichtigt.

Streifenverband:
Die Wundauflage z.B. eine Kompresse wird auf die Wunde gelegt und mit zwei Pflasterstreifen befestigt.

Fingerkuppenverband:
Ein ausreichend großes Stück Wundschnellverband abschneiden und auf jeder Seite ein keilförmiges Stück der Klebefläche herausschneiden. Anschließend die Schutzfolie abziehen (nicht die Mullauflage berühren) und mit einer Hälfte um den verletzten Finger kleben. Die überstehende Pflasterhälfte an beiden oberen Ecken mit Daumen und Zeigefinger anfassen, umd die verletzte Fingerkuppe legen und festkleben.

Ellenbogenverband mit Verbandpäckchen:
Nach dem Öffnen des Verbandpäckchens wird die sterile Wundauflage des Päckchens auf die Wunde gelegt, dabei sollte der Utnerarm des Betroffenen leicht angewinkelt sein. Die Mullbinde wird durch die Ellenbeuge des Betroffenen abwechselnd vom Ober- zum Utnerarm und zurück gelegt. Die Wundauflage sollte am Ende nicht mehr sichtbar sein. Das Ende des Verbandes kann mit Pflasterstreifen oder mittels eines Knoten befestigt werden.

Die Verbände können natürlich entsprechend den Verletzungen variiert werden.  Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die es auf Grund eines Verbandes zu keiner Blutstauung kommt.


Augenverletzungen
Erkennen:

  • Tränenfluss
  • Rötung des Auges
  • Angabe von Sehstörungen
  • brennender Schmerz

Gefahr:

  • Durch Reiben des betroffenen Auges kann die Verletzung des Auges/der Bindehaut schlimmer werden

Maßnahmen:

  • Notruf
  • Beruhigung
  • Augenverband (immer beide Augen verbinden)

Bei dem Augenverband wird eine Wundauflage auf das Verletzte Auge gelegt. Anschließend werden mit einem Stück Stoff beide Augen verbunden. Dabei ist zu beachten, dass kein Druck auf das Verletzte Auge ausgeübt wird und der Betroffene sehr gut betreut werden muss.


Fremdkörper
Fremdkörper in Wunden dürfen nicht vom Ersthelfer entfernt werden. Alle Fremdkörper dürfen nur vom Arzt entfernt werden. Der Ersthelfer kann Fremdkörper in Wunden keimfrei (an den Wundrändern) bedecken und die Lage des Betroffenen durch eine weiche Abpolsterung stabilisieren .

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