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Erste Hilfe

4. Atmung

- Atemrhythmus
- Funktion der Atmung
- Beatmung
- Fremdkörper in Luftröhre/Speiseröhre
- Insektenstich im Mundraum

Atemrhythmus
Die Anzahl der Atemzüge und das Atemvolumen werden durch den Sauerstoffbedarf des Körpers bestimmt.
Insbesondere das Gehirn und dessen Zellen reagieren besonders empfindlich auf Sauerstoffmangel. Dort treten schon nach wenigen Minuten ohne Sauerstoff erste bleibende Schäden auf.

Eine normale Atemfrequenz gliedert sich wie folgt auf:

  Atemfrequenz  Atemvolumen
Erwachsener  12-16  
Jugendlicher 14-18  
Schulkind 16-20  
Kleinkind 20-25  
Säugling 25-30  
Neugeborener 40-50  

Wir erkennen einen Atemstillstand dann wenn
- keine Atembewegungen sicht- bzw. fühlbar,
- keine Atemgeräusche hörbar und
- eine Verlegung der Atemwege sichtbar sind

Sofort Notruf veranlassen, anschließend mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen!



Funktion der Atmung

 

Durch das Atemzentrum, dass sich im verlängerten Rückenmark befindet, wird die Atemtätigkeit und somit die Ein- und Ausatmung gesteuert. Während der Einatmung wird Sauerstoff aufgenommen und bei der Ausatmung wird Kohlendioxid abgegeben.
Bei der Atmung unterscheidet man in die innere und äußere Atmung. Bei der äußeren Atmung strömt durch die Nase, Rachen, Kehlkopf, Luftröhre und Bronchien Luft in die Lunge. Dort findet dann der Gasaustausch statt. Über den Blutkreislauf wird dann der Sauerstoff zu den Zellen transportiert. In den Zellen findet dann die innere Atmung statt. Die Zellen nehmen vom Blut den Sauerstoff auf und geben Kohlendioxid an das Blut ab. Durch den Blutkreislauf wird das Sauerstoffarme Blut zur Lunge transportiert, wo das Kohlendioxid ausgeatmet wird.

Da nicht der gesamte Sauerstoff im Körper benötigt wird, wird ein großer Anteil wieder ausgeatmet. Daher ist ein Atemspende durchführbar.

Bestandteile der Luft:
Einatmung: 21% Sauerstoff und 0,03% Kohlendioxid
Ausatmung: 17 % Sauerstoff und 45 Kohlendioxid


Beatmung
Mund zu Nase:

  • Atmung kontrollieren (Mund-Rachenraum ausräumen, Kopf überstrecken, sehen, hören fühlen)
  • Wenn keine Atmung vorhanden: Notruf!
  • Herz-Lungen-Wiederbelebung (30 x drücken und 2 x beatmen)
  • Mit einer Hand den Kopf überstreckt halten
  • mit der anderen Hand das Kinn Richtung Gaumen des Betroffenen halten und mit dem Daumen den Mund verschließen
  • normal einatmen und Lippen dicht um die Nase des Betroffenen legen
  • Luft in den Mund des Betroffenen blasen (ca. 1 Sekunde) bis sich der Brustkorb hebt
  • Kopflage des Betroffenen beibehalten, eigenen Kopf zur Seite drehen, erneu einatmen und darauf achten, ob sich der Brustkorb des Betroffenen wieder senkt
  • ein zweites Mal beatmen
  • Anschließend wieder 30 x Herzmassage
  • Die Maßnahmen werden solange fortgeführt bis der Betroffene wieder selbständig atmet oder Fachpersonal eintrifft.
  • Bei wieder einsetzen der Atmung wird der Betroffene, unter ständiger Kontrolle der Vitalfunktionen, in die stabile Seitenlage gebracht.

Achtung bei Kindern und Säuglingen gelten andere Frequenzen!


Fremdkörper in Luftröhre/Speiseröhre
Erkennen:

  • Der Betroffene greift mit der Hand an den Hals und kann nicht sprechen
  • starker Hustenreiz, ggf. pfeifendes Atemgeräusch
  • Schluckbeschwerden und Schmerzen in Speiseröhre
  • krampfhafte Atemversuche
  • Verfärbung der Haut (blautrot)

Maßnahmen:

  • Betroffene hinstellen
  • Oberkörper des Betroffenen soweit wie möglich vornüber beugen
  • Helfer schlägt mit der flachen Hand dem Betroffenen kräftig zwischen die schulterblätter.
  • Notruf
  • Bei Atemstillstand: Atemspende

Insektenstich im Mundraum
Durch einen Insektenstich im Mundraum können die Atemwege, durch schnelles Anschwellen der Schleimhäute, blockiert werden.

Maßnahmen:

  • Eis lutschen
  • kalte Umschläge um den Hals
  • Notruf
  • Bei Atemstillstand: Atemspende

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