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Erste Hilfe

3. Diverses

- Absichern der Unfallstelle
- Rettung von Verunglückten
- Lagerung auf einer Decke
- Stabile Seitenlage
- Helmabnahme
- Gewalteinwirkungen auf den Kopf
- Krampfanfälle
- Sonnenstich

Absichern der Unfallstelle
Zu ihrer eigenen Sicherheit müssen Sie nach einem Verkehrsunfall die Unfallstelle absichern. Nach dem Sie eine Unfallstelle bemerkt haben schalten Sie ihre Warnblinker ein, um so andere Verkehrsteilnehmer zu warnen. Nach dem Sie an der Unfallstelle angekommen sind halten Sie in angemesserner Entfernung an. Bei Dunkelheit können sie mit den Scheinwerfern ihres Autos die Unfallstelle beleuchten.

Ziehen Sie, falls vorhanden, Ihre Warnweste an und stellen in ausreichender Entfernung (bei Landstraßen ca. 100m) das Warndreieck auf. Bei Kurven und Bergkuppen ist das Warndreieck vor der Kurve oder der Kuppe aufzustellen.


Rettung von Verunglückten
Verunglückte Kfz
Es besteht akute Brandgefahr, wenn ein Fahrzeug nach dem Unfall undichte Tanks und Treibstoffleitungen hat. Als besondere Gefahr gilt hierbei die elektrische Anlage des Fahrzeugs, laufende Motoren in der näheren Umgebung und umherstehnde Personen mit brennenden Zigaretten.

Auch von den Airbags geht eine erhöhte Gefahr aus, wenn sie noch nicht ausgelöst haben. Deshalb sollten Sie darauf achten, dass sie sich nicht in deren Nähe aufhalten.

Wenn der Motor noch läuft, müssen Sie die Zündung ausschalten.

Die Rettung von einem Verletzten aus dem Kfz muss durch geführt werden, wenn die betroffene Person bewusstlos ist. Sollte die Person bei bewusstsein sein, dann sollten Sie auf Rettungsdienst/Feuerwehr warten.
Zum Retten aus verunfallten Fahrzeugen gehen sie wie folgt vor:

  • Fahrzeugtür öffnen und Betroffenen beobachten und ansprechen.
  • Zündung ausschalten (Achtung: Airbag!)
  • Auf die Füße des Betroffenen achten, ob diese evtl. eingeklemmt sind
  • Sicherheitsgurte lösen
  • Den Verletzten in Sitzflächenhöhe von hinten umgreifen.
  • Kleidung mit der Hand an "ferner" Hüfte fassen, mit der anderen hand gegen das Knie drücken und den Betroffenen mit kräftiger Bewegung herum drehen.
  • Einen Unterarm des Betroffenen vor seinen Bauch legen.
  • Mit beiden Händen durch die Achselhöhlen des Betroffenenf ahren und den Unterarm mit allen Fingern (auch dem Daumen) von oben fassen.
  • Anschließend den Verletzten vom Sitz auf die Oberschenkel ziehen und an einen sicheren Ort retten.

Lagerung auf einer Decke / zu decken
Die meisten Verletzten frieren schnell deshalb sollte Sie sie zu decken und vor einer Auskühlung schützen. Dazu können Sie herkömmliche Decken oder auch die Rettungsdecke (Rettungsfolie) verwenden. Zum Unterlegen einer Decke können Sie wie folgt vorgehen:

  • In dem Sie den Betroffenen an Schulter und Hüfte fassen können sie ihn zu sich herumdrehen
  • Die Decke längs an der Seite des Betroffenen zu 2/3 gefaltet oder gerollt mit dem Wulst so dicht wie möglich an den Körper legen.
  • Anschließend den Betroffenen wieder auf den Rücken legen und den Wulst unter dem Körper hervorziehen. Dazu müssen Sie den Körper leicht anheben.
  • Mit den Enden der Decke können Sie den Verletzten zu decken.

Stabile Seitenlage
Wenn eine Person bewusstlos ist liegt eine Störung der vitalen Funktion (Bewusstsein, Atmung, Kreislauf) vor.  Dadurch entstehen Gefahren für den Bewusstlosen:

  • Anatmen von Fremdkörpern
  • Atemstillstand als Folge der Anatmung von Fremdkörpern oder auch die Folge von Verletzungen

Auf Grund dieser Gefahren werden bewusstlose in die stabile Seitenlage gebracht. Das Ziel der stabilen Seitenlage ist, dass der Mund des Betroffenen der tiefste Punkt des Körpers ist. Dadurch kann Blut und Erbrochenes abfließen.

Durchführen der stabilen Seitenlage:

  • Seitlich neben dem Betroffenen knien.
  • Beine des Betroffenen (der auf dem Rücken liegt) strecken
  • Den Arm auf Ihrer Seite angewinkelt nach oben legen, die Handinnenfläche zeigt nach oben.
  • Fernen Arm des Betroffenen am Handgelenk greifen und vor der Brust kreuzen; die Handoberfläche wird dabei an die Wange des Bewusstlosen gelegt. Hand nicht loslassen.
  • An den fernen Oberschenkel greifen und Bein des Betroffenen aufstellen (beugen).
  • Anschließend den Betroffenen an Becken und Schulter der fernen Seite zu sich rüber drehen.
  • Das oben liegende Bein so legen, dass der oberschenkel im rechten WInkel zur Hüfte liegt.
  • Damit die Atemwege frei werden, muss der Hals überstreckt werden. Die an der Wange liegende Hand wird deshalb so ausgerichtet, dass der Hals überstreckt bleibt.
  • Mund des Betroffenen leicht öffnen.

Vergessen Sie nicht auch in der stabilen Seitenlage die Vitalfunktionen (Bewusstsein, Atmung, Kreislauf) immer wieder zu kontrollieren.


Helmabnahme
Das Abnehmen des Helmes bei bewusstlosen Motorradfahrer ist notwendig, da nur ohne Helme eine sachgerechte Lagerung und ggf. Atemspende durchgeführt werden kann.
Die Helmabnahme sollte zu zweit erfolgen:

  • Einer der Helfer kniet oberhalb des Kopfes und sorgt für die Stabilisierung des Halses, in dem er von oben mit beiden Händen den Helm und den Unterkiefer des Betroffenen umfasst.
  • Der zweite Helfer kniet seitlich am Kopf des Betroffenen und klappt das Visier des Helmes hoch.
  • Der zweite Helfer entfernt ggf. die Brille des Bewusstlosen. Anschließend übernimmt der zweite Helfer die  Stabilisierung der Halswirbelsäule
  • Dazu stützt er mit zwei Händen den Kopf-/Nackenbereich des Betroffenen von unten in Längsachse.
  • Der erste Helfer zieht den Helm nach oben, wobei der die Helmkante über die Nase Betroffenen kippt.
  • Während des Abziehens sorgt der zweite Helfer weiterhin für die Stabilisierung des Kopfes und der Halswirbelsäule.
  • Unter Beibehaltung der Stabiilisierung legt der zweite Helfer den Kopf des Betroffenen vorsichtig auf dem Boden ab.
  • Nach Abnahme des Helmes umfasst der erste Helfer wieder den Kopf des Betroffenen; seine Hände liegen seitlich am Kopf des Betroffenen.
  • Der zweite Helfer öffnet den Mund des Betroffenen und entfernt ggf. sichtbare Fremdkörper. Anschließend beugt er den Kopf des Betroffenen nackenwärts und kontrolliert die Atmung.
  • Anschließend wird der Betroffene bei vorhandener Atmung vom zweiten Helfer vorsichtig in die stabile Seitenlage gebracht, wobei der erste Helfer weiterhin auf die Stabilisierung der Halswirbelsäule achtet und dazu den Kopf des Betroffenen in Drehrichtung vorsichtig mitführt.

Gewalteinwirkung auf den Kopf
Es kann nach einer Gewalteinwirkung auf den Kopf zu Störungen des Bewusstseins kommen. Erkennungsmerkmal sind z.B.:

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Kurzzeitige Bewusstlosigkeit
  • Erinnerungslücken

Es ist eine ständige Kontrolle der Vitalfunktionen durchzuführen. Notruf!


Hirnbedinge Krampfanfälle
Die Epilepsie ist z.B. ein hirnbedingter Krampanfall. Erkennungsmerkmale sind z.B.:

  • plötzliches Hinfallen
  • zuckende Bewegungen/Verkampfungen
  • Bewusstlosigkeit

Durch die unkontrollierten Bewegungsabläufe während des Krampfanfalles kann sich der Betroffene weitere Verletzungen hinzuziehen.

Maßnahmen:
Den Krampfenden nicht festhalten; Gegenstände in der Umgebung des Betroffenen wegräumen; weiter Maßnahmen nach Notwendigkeit (z.B. Bewusstlos, dann stabile Seitenlagen)

Die Betroffenen können sich meist nicht an den Anfall erinnern.


Sonnenstich
Der Sonnenstich ist eine Reizung der Hirnhaut durch länger direkte Sonneneinstrahlung auf den Kopf. Besonders gefährdet sind Kleinkinder und Menschen mit geringem Haarwuchs.

Erkennen:

  • hochroter, heißer Kopf
  • kühle Körperhaut
  • Unruhe
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Nackensteifigkeit
  • Bewusstseinsschwund (Gefahr: Bewusstlosigkeit)

Maßnahmen:

  • zu einem kühlen Ort bringen
  • Oberkörper erhöht algern und Kopf mit feuchten Tüchern kühlen
  • Kontrolle der Vitalfunktionen
  • Notruf

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