Kürzlich fanden bei der Freiwilligen Feuerwehr Linsengericht zwei Unterrichte der besonderen Art statt. Günter Nuth, Berufsfeuerwehrmann aus Düsseldorf, referierte für die Linsengerichter Einsatzkräfte und Notfallseelsorger, wobei es hauptsächlich um die psychischen Belastungen ging, die aus der Tätigkeit als Feuerwehrmann/-frau resultieren können.

Nuth erzählte, dass es zu Beginn seiner Arbeit in der psychosozialen  Notfallversorgung nicht immer ganz einfach war, von den Einsatzkräften in seiner Rolle akzeptiert zu werden. Doch die psychische Belastung für die Retter sei in vielen Einsatzsituationen nicht zu unterschätzen und dürfe nicht außer Acht gelassen werden.

So stellte er in seinem Vortrag verschiedene Einsatzszenarien vor und ging darauf ein, welche Möglichkeiten bestehen, um das dabei Erlebte zu verarbeiten und besser damit umzugehen. Veranschaulicht wurde dies anhand kurzer Filme, in denen Feuerwehrleute und Rettungsdienstpersonal von ihren Erfahrungen berichteten und erzählten, wie sie es trotz der hohen Belastung schaffen, ihren Job immer noch auszuüben. Auch wurde angesprochen, dass es ganz normal sei, gewisse Einsatzbilder längere Zeit vor Augen zu haben – auch dadurch könne man das Geschehene verarbeiten.

Besonders hervorzuheben sei, so Nuth, aber das ehrenamtliche Wirken der Linsengerichter Feuerwehrkameraden, die das alles neben Beruf und Familie in ihrer Freizeit leisten.

Am Abend fand im Bürgersaal Eidengesäß dann noch eine weitere Veranstaltung statt, bei der Günter Nuth mit seinem kurzweiligen Programm „Rett‘ ich alles?“ als Feuerwehr-Kabarettist auftrat und den Anwesenden ein paar interessante und unterhaltsame Stunden bescherte.

Mehr dazu unter http://www.youtube.com/watch?v=Yg9c7TmULTY&feature=youtu.be und http://www.nuth.de/

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